Der Wunsch nach einem passenden Zahnersatz gibt es seit über 2000 Jahren, seit dieser Zeit experimentiert der Mensch mit den verschiedensten Materialien, zu denen unter anderem Quarz und Elfenbein gehört, aber auch Holz, Eisen und verschiedene Kunststoffe.
Erst seit 1982 ist die Implantologie als eigene Wissenschaft anerkannt, und nur mit Hilfe von Implantaten ist es bis heute möglich, einen fehlenden Zahn als Ganzes zu ersetzen, also mit Krone und Wurzel. Das Implantat wird in den Kieferknochen eingesetzt und dient als vollwertiger Zahnersatz, der sowohl ästhetisch als auch funktional ein optimales Lebensgefühl zu bieten vermag.
Prinzipiell unterscheidet man zwischen zylinderförmigen Implantaten mit oder ohne Schraubgewinde und flachen, blattförmigen Implantaten (Extensionsimplantate). Erstere werden in ein rundes Bohrloch eingesetzt, die anderen entlang des Knochenverlaufs in einen schmalen Schlitz, um dort festzuwachsen. Insgesamt werden etwa 200 Implantatsysteme unterschieden, die jedoch meist ein Implantat mit zylindrischer Grundform nutzen.
Die Zahnimplantation gehört zu den erfolgreichsten medizinischen Eingriffen überhaupt, dennoch gibt es einige Faktoren, die ausschlaggebend sind für das Gelingen einer Implantation. Zunächst einmal ist die Eignung des Patienten von großer Bedeutung, wenn dieser komplett gesund ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass alles optimal funktioniert am größten. Auch die Knochenqualität und Quantität hat einen Einfluss auf das Gelingen, genauso wie das Material des Implantats. Als Material hat sich in den letzten 20 bis 30 Jahren Titan durchgesetzt, weil dieses Material eine besonders gute und direkte Verbindung mit dem Knochen eingeht. Häufig wurde auch Keramik benutzt, da dieses Material jedoch sehr spröde ist, ist man davon wieder abgekommen.
Wie bei jedem medizinischen Eingriff sind auch das chirurgische Vorgehen und das Können des Arztes von entscheidender Bedeutung. Was man jedoch in jedem Fall selbst dazu beitragen kann, dass die Zahnimplantation ein Erfolg wird, sind eine entsprechende Mundhygiene und das Einhalten regelmäßiger Nachsorgetermine.